Teneriffa

Golfurlaub auf Teneriffa

Golfurlaub Teneriffa Hotel am Meer

Verlässliches Wetter, solides Platzangebot – Teneriffa nüchtern eingeordnet

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und liegt auf dem Breitengrad Nordafrikas – geografisch näher an der Sahara als an Europa. Das prägt das Klima, die Vegetation und die Bedingungen auf dem Platz. Der Teide, mit über 3.700 Metern höchster Berg in Spanien, teilt die Insel klimatisch in zwei Hälften: Der Süden ist trocken, karg und fast durchgängig sonnig. Der Norden ist grüner, feuchter, wolkenverhangener. Diese Zweiteilung ist für Golfer die zentrale Information.

Teneriffa ist keine Boutique-Destination. Die Insel empfängt Millionen Touristen jährlich, der Süden ist dicht bebaut, die Infrastruktur auf Massentourismus ausgelegt. Was die Insel bietet: verlässliches Wetter, kurze Anreise aus Deutschland, eine ausreichende Dichte an Plätzen und Greenfee-Flexibilität.

Beste Reisezeit für Golf

Teneriffa funktioniert für Golfreisen das ganze Jahr. Der Winter – Oktober bis April – ist die klassische Hochsaison für Golfer aus Nordeuropa. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 18 und 24 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist gering, die Plätze sind in der Regel in gutem Zustand. Greenfees und Unterkünfte sind in dieser Zeit teurer, Startzeiten knapper.

Im Süden steigen die Temperaturen im Sommer auf 28 bis 32 Grad, bleiben aber durch den Passatwind erträglich. Frühes Spielen ist trotzdem empfehlenswert. Wer Flexibilität hat und Nebensaison bevorzugt, findet zwischen Mai und September niedrigere Preise und weniger Betrieb auf den Plätzen. Regen ist im Süden kaum ein Thema. Im Norden kann es besonders im Winter und Frühjahr zu Niederschlägen kommen.

Golfplätze und Spielpraxis

Die meisten Golfanlagen auf Teneriffa konzentrieren sich im Süden der Insel, in der Nähe der Touristenzentren Costa Adeje, Playa de las Américas und Los Cristianos. Kein Platz auf Teneriffa hat internationale Turniertradition oder einen Ruf, der über den Ferientourismus hinausgeht. Das ist keine Kritik, sondern eine realistische Einordnung.

Golf del Sur im Südosten ist einer der bekanntesten und meistgespielten Plätze der Insel. Die Anlage bietet mehrere Neun-Loch-Kombinationen, ist technisch anspruchslos und für alle Handicap-Bereiche geeignet. Abama Golf in der Nähe von Guía de Isora ist vom Anspruch und der Anlage her eine andere Liga: Der Platz des gleichnamigen Luxusresorts liegt terrassenförmig am Hang mit Blick auf den Atlantik und La Gomera. Hier sind Architektur und Pflege deutlich hochwertiger, Greenfees entsprechend. Golf Costa Adeje gehört zu den besser gepflegten Anlagen im Süden mit gutem Drainagesystem und zuverlässig bespielBaren Bedingungen.

Gemeinsam ist den meisten Plätzen: Vulkangestein taucht in Form von Lava-Schwarz immer wieder auf, das Rough ist oft fest und karg, Bäume gibt es kaum. Das Spiel ist offener, windanfälliger, oft schneller als in Mitteleuropa.

Regionen und Unterschiede

Der Süden – rund um Costa Adeje, Los Cristianos, Golf del Sur – ist die Golfregion der Insel. Hier liegen die meisten Anlagen, hier ist die touristische Infrastruktur am dichtesten. Wer primär Golf spielen will, ist im Süden richtig aufgestellt.

Der Norden mit Puerto de la Cruz und dem Orotava-Tal ist grüner, kulturell interessanter und landschaftlich abwechslungsreicher. Golfanlagen gibt es dort, aber deutlich weniger. Der Real Club de Golf de Tenerife bei La Laguna ist der älteste Platz der Insel und historisch interessant, aber logistisch für Urlauber im Süden aufwändig zu erreichen. Die Anreise zwischen Nord und Süd dauert je nach Ausgangspunkt 45 Minuten bis über eine Stunde.

Für wen sich die Destination eignet

Teneriffa ist eine verlässliche Wahl für Golfer, die im Winter spielen wollen und eine unkomplizierte Verbindung aus Deutschland oder Österreich schätzen. Geeignet besonders für kombinierte Urlaube – Golf und Strand, Golf und Wanderung, Golf und Familienurlaub. Paare und Kleingruppen mit unterschiedlichen Interessen finden einen guten Kompromiss.

Wer ausschließlich für erstklassige Golfanlagen reist und Plätze wie auf der Algarve, in Andalusien oder auf Mallorca erwartet, wird die Insel als durchschnittlich einordnen. Golfer, die eine Woche mit täglichem Spielen auf wechselnden Topkursen planen, sollten andere Destinationen in Betracht ziehen.

Häufige Fragen

Braucht man ein Mietauto?
Im Süden kommt man mit Taxi oder Transfer zu den meisten Plätzen. Wer flexibel zwischen verschiedenen Anlagen wechseln will, ist mit einem Mietwagen besser aufgestellt.
Wie ist die Qualität der Plätze im Vergleich zur Algarve oder Costa del Sol?
Ehrlich gesagt: ein Niveau darunter. Einzelne Ausnahmen wie Abama sind hochwertig, das Gesamtangebot ist aber schmaler und weniger renommiert.
Ist Teneriffa auch im Sommer als Golfziel sinnvoll?
Ja, wenn man früh spielt. Der Süden ist im Sommer heiß, aber durch den Passatwind gut erträglich. Greenfees und Unterkünfte sind günstiger, die Plätze weniger frequentiert.
Welcher Platz eignet sich für Golfer, die mehr Anspruch suchen?
Abama Golf ist die naheliegende Antwort. Anlage, Pflege und Lage heben sich vom Rest der Insel deutlich ab, der Preis entsprechend.
Wie früh sollte man Startzeiten buchen?
Für Abama in der Wintersaison (November bis März) empfiehlt sich eine Buchung vier bis sechs Wochen im Voraus. Außerhalb dieser Hochphase sind kurzfristige Buchungen in der Regel kein Problem.

Teneriffa bzw. die Kanaren allgemein sind ideal für Mitteleuropäer, die im Herbst oder Winter Sonne und verlässliche Platzbedingungen suchen. Wer die Erwartungen entsprechend setzt, findet hier ein solides Angebot und ein gutes Preis-Wetter-Verhältnis.

Diese Hotels eignen sich besonders für einen Golfurlaub auf Teneriffa: