Lanzarote

Golfurlaub auf Lanzarote

Golfurlaub Lanzarote Blick auf den Golfplatz

UNESCO-Biosphärenreservat mit begrenztem Golfangebot

Die östlichste der Kanarischen Inseln ist klimatisch die konstanteste und landschaftlich die unverwechselbarste. Schwarze Lavafelder, weinrote Erde, kaum Vegetation – das Bild ist eindeutig und für viele Besucher der eigentliche Reisegrund. Seit 1993 trägt die Insel den Status eines UNESCO-Biosphärenreservats, Bauvorschriften sind streng, Hochhäuser fehlen fast vollständig.

Für Golfreisen ist die Insel eine Nischenoption. Das Angebot an Anlagen ist gering, die Infrastruktur für reine Golfurlaube begrenzt. Wer die Eigenart der Insel schätzt und Golfrunden als Teil eines breiteren Urlaubsprogramms plant, findet hier eine ungewöhnliche Kombination.

Beste Reisezeit

Kaum eine andere Kanareninsel bietet so konstante Wetterbedingungen das ganze Jahr. Regen ist eine Ausnahme, Temperaturen schwanken zwischen 18 Grad im Winter und 30 Grad im Hochsommer. Der entscheidende Einschränkungsfaktor ist der Wind. Die Lage weit im Osten des Archipels, nahe der afrikanischen Küste, sorgt für dauerhaften Nordostpassat. An windstarken Tagen – besonders im Frühjahr und Frühsommer – ist das Spiel auf exponierten Plätzen erheblich beeinflusst.

Oktober bis Februar ist die windärmere und thermisch angenehmere Phase. Der Sommer ist heiß, mit frühen Startzeiten aber gut handhabbar.

Golfplätze und Spielpraxis

Das Angebot an Golfanlagen ist auf wenige Plätze beschränkt. Der bekannteste ist der Club de Golf Costa Teguise im Nordosten, nahe dem gleichnamigen Touristenzentrum. Die Anlage ist kompakt, technisch nicht überfordernd und für alle Handicap-Bereiche geeignet. Das Setting ist typisch für die Insel: schwarzes Lavagestein, karge Umgebung, offene Weite. Bäume gibt es kaum, Schatten entsprechend wenig.

Eine weitere Anlage liegt nahe Puerto del Carmen im Süden. Sie ist windexponierter und spielerisch etwas anspruchsvoller durch das bewegte Gelände. Beide Anlagen haben keine internationale Turniertradition und liegen vom Standard her im mittleren Bereich. Das Spielgefühl ist von Lava, Wind und trockenem Rough geprägt. Bälle rollen weit auf den festen Fairways, die Distanzbeurteilung weicht von mitteleuropäischen Gewohnheiten ab.

Regionen und Unterschiede

Lanzarote gliedert sich in drei touristische Hauptzentren: Puerto del Carmen im Süden, Costa Teguise im Nordosten und Playa Blanca im äußersten Süden. Die beiden Golfanlagen liegen jeweils in der Nähe der ersten zwei Zentren.

Puerto del Carmen ist das größte und meistfrequentierte Ferienzentrum; die Nordostküste erfordert von dort eine Fahrt von etwa 30 Minuten. Costa Teguise ist ruhiger und familiärer – und für Golfer die logisch bessere Basis. Playa Blanca hat keine Golfanlage in der Nähe und scheidet als Basis weitgehend aus. Wer die Insel intensiver erkunden will – Timanfaya, Jameos del Agua, Cueva de los Verdes – findet von der Nordostküste aus die zentrale Lage für beides.

Für wen sich die Destination eignet

Die Insel empfiehlt sich nicht für Golfer, die eine Woche mit täglichem Spielen auf wechselnden Anlagen planen. Sie ist eine sinnvolle Wahl für Reisende, die die außergewöhnliche Landschaft als Hauptmotiv haben und zwei bis drei Runden pro Woche als Ergänzung einplanen. Paare, bei denen einer spielt und der andere nicht, finden hier einen funktionierenden Kompromiss: Strand, Kultur, Naturattraktionen und eine Ruhe, die nicht jede Kanareninsel bietet.

Wer Interesse an ungewöhnlichen Platzsettings hat – Lava, Vulkanlandschaft, afrikanisches Licht – erlebt etwas, das es in dieser Form auf den anderen Inseln nicht gibt. Wer Platzvielfalt, hochwertige Anlagen oder eine etablierte Golfinfrastruktur sucht, ist auf Teneriffa oder Gran Canaria besser aufgestellt.

Häufige Fragen

Ist der Wind auf der Insel schlimmer als auf den anderen Kanarischen Inseln?
Zusammen mit Fuerteventura gilt Lanzarote als windigste Insel des Archipels. An ruhigen Tagen ist es gut bespielbar, an windstarken Tagen ein echter Faktor – besonders auf der exponierten Südanlage.
Welche Unterkunftslage ist für Spieler am sinnvollsten?
Costa Teguise im Nordosten. Von dort ist die dortige Anlage in wenigen Minuten erreichbar, die zweite Anlage im Süden in rund 30 Minuten Fahrzeit.
Lohnt sich die Insel auch ohne starkes Golfinteresse?
Ja. Vulkanlandschaft, Naturpark Timanfaya und die Architektur César Manriques tragen als Reiseziel unabhängig vom Spiel. Die Insel hat einen Eigencharakter, der sich von allen anderen Kanarischen Inseln unterscheidet.
Wie verhält sich das Preisniveau im Vergleich zu Teneriffa oder Gran Canaria?
Greenfees und Unterkünfte sind tendenziell günstiger. Das liegt auch daran, dass das Angebot kleiner ist und weniger reine Golfreisende anzieht.

Eine Kanareninsel mit eigenem Charakter und begrenztem Spielangebot. Wer die Insel wegen ihrer Landschaft und Ruhe wählt und Golfrunden als Bestandteil eines breiteren Programms plant, findet hier eine stimmige Kombination. Als reine Golfdestination ist das Angebot zu schmal. Da gibt es bessere Angebote in Spanien.

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