La Gomera

Golfurlaub auf La Gomera

Golfurlaub auf La Gomera Blick auf den Golfplatz und das Meer

Ein Platz – maximale Eigenart

La Gomera ist die zweitkleinste der bewohnten Kanaren und die, die dem Massentourismus am weitesten entkommen ist. Keine Direktflüge vom europäischen Festland, kein Flughafen für große Maschinen, keine Hotelketten auf der grünen Wiese. Wer hierher reist, tut das bewusst – per Fähre von Teneriffa oder über den kleinen Inselflughafen mit Umstieg.

Die Insel ist steil, grün und von tiefen Schluchten durchzogen. Der Garajonay-Nationalpark im Zentrum ist UNESCO-Weltnaturerbe. Sie ist kein klassisches Ferienziel im kanarischen Sinne. Was die Insel hat: außergewöhnliche Natur, Ruhe und eine Ursprünglichkeit, die auf den großen Nachbarinseln längst verschwunden ist.

Beste Reisezeit für Golf

Es herrscht ein ausgeprägtes Mikroklima. Der Norden ist feucht, üppig begrünt und häufig bewölkt. Der Süden ist trockener, sonniger und wärmer. Für den einzigen Platz der Insel im Süden sind die Bedingungen von Frühherbst bis Frühjahr am verlässlichsten. Oktober bis April bietet moderate Temperaturen, wenig Regen und ausreichend Sonne. Im Sommer ist es im Süden heiß, aber mit frühen Startzeiten gut bespielbar. Der Wind ist weniger dominant als auf Lanzarote oder Fuerteventura, kann aber je nach Lage und Jahreszeit eine Rolle spielen.

Golfplätze und Spielpraxis

Es gibt genau einen Golfplatz: den Golf Club La Gomera nahe Playa de Santiago im Süden der Insel. Die Anlage gehört zum Luxusresort Tecina und ist architektonisch und landschaftlich eine der ungewöhnlichsten Golfanlagen der Kanaren. Der Platz wurde von Donald Steel entworfen und nutzt das dramatische Terrassengelände oberhalb des Atlantiks. Meerblick, Steilhänge und die typisch gomereische Landschaft prägen jede Runde.

Der Platz ist anspruchsvoll. Enges Layout, Hanglagen, Wind aus wechselnden Richtungen durch die Geländestruktur – das ist kein Platz für Golfer, die entspannte Urlaubsrunden suchen. Wer spielerische Herausforderung und ein außergewöhnliches Ambiente schätzt, wird die Anlage in Erinnerung behalten. Gepflegt wird auf Resort-Niveau, was ihn von den meisten öffentlichen Anlagen der Nachbarinseln unterscheidet. Mehr als eine Anlage gibt es nicht.

Regionen und Unterschiede

Die Insel ist klein genug, um in einer Stunde von Nord nach Süd zu fahren – allerdings auf kurvenreichen Bergstraßen. San Sebastián de La Gomera im Osten ist die Inselhauptstadt und der Fähranleger. Valle Gran Rey im Westen zieht vor allem Wanderer und Naturreisende an. Playa de Santiago im Süden ist ruhig, überschaubar und Standort des einzigen Platzes.

Für Golfer ist die Unterkunftsfrage einfach beantwortet: Das Resort Tecina direkt am Platz ist die naheliegende Option. Wer von San Sebastián oder Valle Gran Rey aus spielen will, plant Fahrzeit ein – die Straßen sind eng und kurvenreich.

Für wen sich die Destination eignet

Sie ist keine Destination für Golfer, die Platzauswahl, Greenfee-Flexibilität oder touristische Infrastruktur erwarten. Geeignet ist die Insel für Golfer, die Ruhe und Natur höher gewichten als Abwechslung auf dem Platz. Für Paare, bei denen einer wandert und der andere spielt – die Insel hat eines der dichtesten Wanderwegnetze der Kanaren. Für Golfer, die einen außergewöhnlichen Platz in außergewöhnlicher Umgebung suchen und bereit sind, die logistische Einschränkung als Teil des Erlebnisses zu akzeptieren.

Wer mehr als zwei, drei Runden pro Woche spielen will oder Wert auf Platzvielfalt legt, ist auf anderen Kanarischen Inseln oder allgemein in anderen spanischen Regionen besser aufgehoben.

Häufige Fragen

Wie kommt man am besten dorthin?
Per Fähre von Los Cristianos auf Teneriffa – die Überfahrt dauert etwa 50 Minuten. Alternativ gibt es einen kleinen Inselflughafen mit Verbindungen über Teneriffa Norte, was eine Zwischenlandung bedeutet.
Ist der Platz auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich?
Ja, der Golfplatz ist grundsätzlich für Greenfee-Spieler offen. Startzeiten sollten im Voraus gebucht werden, da die Kapazität begrenzt ist.
Wie schwierig ist der Platz einzuschätzen?
Anspruchsvoll. Das Terrassengelände, die engen Fairways und die wechselnden Windverhältnisse durch die Hangstruktur machen ihn zu keinem typischen Urlaubsplatz. Ein mittleres Handicap sollte man mitbringen, um das Spiel zu genießen.
Was macht den Platz spielerisch besonders?
Die Kombination aus Terrassengelände, Meerblick und Hanglagen ist auf den Kanarischen Inseln einmalig. Donald Steels Design nutzt das natürliche Relief konsequent – das ergibt Löcher, die man nicht schnell vergisst.

La Gomera ist das Gegenteil einer klassischen Golfdestination auf den Kanaren: ein Platz, wenig Infrastruktur, maximale Eigenart. Wer das bewusst wählt, erlebt eine der ungewöhnlichsten Golfrunden im europäischen Wintergolf – eingebettet in eine Insel, die ihren eigenen Rhythmus konsequent beibehält.

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