Golfurlaub in Hurghada

Beste Reisezeit für Golfer
Von Oktober bis April liegen die Temperaturen tagsüber zwischen 20 und 28 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist gering, Regen nahezu ausgeschlossen. Golfwetter im europäischen Winter ist hier strukturell zuverlässig. Die Sommermonate von Juni bis September sind für aktives Golfspielen nur bedingt geeignet – Temperaturen über 38 Grad machen frühe Startzeiten zwingend notwendig. Der sinnvolle Reisekorridor für Golfurlaube in Ägypten liegt zwischen November und März.
Golfplätze und Spielpraxis
Das Angebot verteilt sich auf drei Gebiete: El Gouna im Norden, die Halbinsel mit den Resorts von Kempinski und Robinson in der Mitte sowie das südliche Resortgebiet rund um Makadi Bay. Die Anlagen sind durchgängig als Wüstengolf konzipiert – schmale bewässerte Korridore durch sandige Landschaft, keine natürliche Vegetation außerhalb der Fairways, flaches Gelände. Das Spielgefühl ist übersichtlich und technisch wenig fordernd.
Der El Gouna Golf Club liegt direkt in der gleichnamigen Ferienstadt und ist die nördlichste Anlage im Verbund. Das Steigenberger Golf Resort betreibt den Cascades-Kurs mit 18 Löchern und direkter Hotelanbindung. Der Golf Course im JAZ-Areal südlich der Küste ist ebenfalls 18 Löcher und in das dortige Resortgebiet eingebettet.
Die Qualität der Kurse ist durchgängig solide, aber nicht mit Anlagen in Portugal oder Spanien vergleichbar. Bewässerung mit Salzwasser beeinflusst die Rasenqualität spürbar. Greenfees liegen auf moderatem Niveau – über Resortpakete lassen sich weitere Rabatte erzielen.
Regionen und Unterschiede
El Gouna ist eine eigenständig konzipierte Ferienstadt mit Lagunenlandschaft und ruhigerer Atmosphäre als das übrige Küstengebiet. Wer mehr Ruhe und eine kohärentere Umgebung sucht, liegt hier besser. Die Halbinsel mit Robinson und Kempinski, rund 45 Kilometer südlich gelegen, ist weitgehend auf sich selbst gestellt – das Angebot konzentriert sich auf wenige große Anlagen mit direktem Strand- und Golfzugang. Das südliche Resortgebiet ist modern konzipiert mit eigener Golfanlage. Die drei Lagen unterscheiden sich in Atmosphäre und Ausrichtung deutlich – eine Reise über alle drei Gebiete ist logistisch aufwendig und selten sinnvoll.
Golfhotels & Unterkünfte
Das Steigenberger Al Dau Beach Hotel liegt direkt an der Küste in Hurghada und gehört zu den bestbewerteten Häusern der Region. Es verfügt über eine Anbindung an den Cascades-Kurs, der über Transferservice erreichbar ist. Das Haus eignet sich für Reisende, die zentrale Lage und hohes Komfortniveau kombinieren möchten.
Das Steigenberger Golf Resort El Gouna liegt in der Ferienstadt El Gouna, rund 39 Kilometer nördlich des Flughafens Hurghada. Die Anlage verfügt über einen hoteleigenen 18-Loch-Kurs – entworfen von Gene Bates und Fred Couples – mit direktem Zugang vom Resort. Das Haus richtet sich primär an Golfpaare und erfahrene Einzelspieler, die eine golfzentrierte Unterkunft mit Lagunencharakter und gehobenem Serviceniveau suchen.
Das Robinson Soma Bay ist ein Clubresort auf der Halbinsel mit direktem Zugang zur Golfanlage. Das Clubkonzept richtet sich an aktive Reisende – Sport, Aktivprogramm und Gemeinschaftsatmosphäre stehen im Vordergrund. Für Golfer, die ihre Runden kurze Wege entfernt spielen möchten, ist die Lage ideal.
Das Kempinski Hotel Soma Bay ist das gehobene Gegenmodell auf derselben Halbinsel – ruhiger, weitläufiger, mit höherem Serviceniveau. Die Golfanlage liegt fußläufig erreichbar. Das Haus spricht Reisende an, die Qualität und Ruhe über Clubatmosphäre stellen.
Das JAZ Neo Saraya Palms liegt in Makadi Bay, Hurghada und ist direkt mit dem dortigen Golfkurs verbunden. Die Anlage ist modern konzipiert und auf All-inclusive ausgerichtet. Für Reisende, die unkompliziert und budgetbewusst reisen möchten, ist das eine praktische Kombination.
Für wen sich die Destination eignet
Golfurlaube nach Ägypten lohnen sich vor allem für Reisende, die im Winter Wärme und Spielmöglichkeit kombinieren möchten, ohne ein hohes Budget zu veranschlagen. Wer zwei bis drei Runden in angenehmen Temperaturen plant und den Rest der Zeit mit Strand oder Erholung verbringt, wird funktional zufrieden sein.
Wer primär wegen der Kurse reist – wegen besonderer Platzarchitektur, hoher Greenpflegequalität oder einer dichten Auswahl verschiedener Anlagen – ist andernorts besser aufgehoben. Das Angebot ist begrenzt, der Wüstencharakter polarisiert, und die Destination bietet keine golfspezifische Identität wie Algarve, Costa del Sol oder Belek.
Geeignet für: Winterurlauber mit Golfinteresse, Paare mit unterschiedlichen Prioritäten, Einsteiger und Gelegenheitsspieler, preisbewusste Reisende. Weniger geeignet für: Reisende mit hohem Qualitätsanspruch an Kurs und Spielbedingungen, Gruppen, die mehrere Anlagen vergleichen möchten.
Häufige Fragen
- Welche Golfanlagen gibt es in der Region?
- Die wichtigsten Kurse sind der El Gouna Golf Club im Norden, der Cascades-Kurs des Steigenberger Golf Resorts auf der mittleren Halbinsel und die Anlage im südlichen Resortgebiet rund um Makadi Bay. Alle drei sind 18-Loch-Anlagen mit Hotelanbindung.
- Sind die Anlagen ganzjährig bespielbar?
- Technisch ja, praktisch eingeschränkt. Im Sommer macht die Hitze Nachmittagsrunden kaum zumutbar. Sinnvoll bespielbar ohne Abstriche ist die Region von Oktober bis April.
- Wie ist die Qualität im Vergleich zu europäischen Destinationen?
- Niedriger. Wüstenbedingte Bewässerung mit Salzwasser beeinflusst die Rasenqualität. Die Kurse sind spielbar und gepflegt, aber nicht mit Anlagen in Portugal oder Spanien vergleichbar.
- Welches Hotel eignet sich am besten für Golfreisende auf der Halbinsel?
- Das kommt auf die Priorität an. Robinson Soma Bay bietet die direkteste Kombination aus Clubatmosphäre und Golfzugang. Das Kempinski bietet mehr Ruhe und höheres Serviceniveau auf derselben Halbinsel.
Die Golfregion an der ägyptischen Küste ist keine Destination für anspruchsvolle Platztouristen – aber eine funktionierende Option für Winterreisende, die Sonne, Erholung und gelegentliches Spiel zu einem vernünftigen Preis kombinieren möchten. El Gouna, die mittlere Halbinsel und das südliche Resortgebiet bieten dafür jeweils unterschiedliche Rahmenbedingungen.