Ping Golf

Ping Golf /KMC

Ping Golf / KMC

Übersicht der PING Golfschläger:

Das Unternehmen Ping gehört zu KMC, dem US-amerikanischem Mutterkonzern Karsten Manufacturing Corporation, dessen Stammsitz in Phoenix liegt. Der Norweger Karsten Solheim ist der Gründer des Unternehmens. 1913 in die USA eingewandert, arbeitete er in den 50er Jahren als Ingenieur bei General Electric und entwickelte während dieser Zeit in seiner Garage im Jahre 1959 einen Putter nach eigenen Vorstellungen. Dieser Putter bekam den Namen Ping 1A. Zunächst war das Design eher einem Schrubber ähnlich als einem eleganten Golfschläger, doch die neu entwickelte Technik der Gewichtsverteilung des Schlägerkopfes überzeugte die Welt des Golfs in Windeseile. Sie trug die Bezeichnung "Heel-toe Balance". 1959 brachte Solheim damit eine Revolution auf den Golf Markt.

Seinen Gründergeist entwickelte Solheim bei der Ryan Aeronautical Corporation als Ingenieur für Flugzeuge und in Ithaca bei GE. Dort hatte er einen ersten tragbaren Fernseher entworfen, doch das Unternehmen hatte mittlerweile andere Interessen und Solheims revolutionäre Erfindung wurde an die Konkurrenz verkauft, die damit Millionengewinne generieren konnte. Deshalb wollte Solheim seine künftigen Entwicklungen lieber selbst in die Hand nehmen. Auch seine Qualitätsstrategie entwickelte Solheim schon in jungen Jahren. Er hatte vom Vater das Schuhmacherhandwerk erlernt und unterstütze seine Familie in schwierigen Zeiten durch Tätigkeiten als Schuster, wenn die elterliche Finanzlage nicht mehr ausreichte, um die Semestergebühren zu bezahlen. In Seattle lernte er, dass Stammkunden das Vertrauen in ein Unternehmen schnell verlieren, wenn bei Preissenkungen der Konkurrenz ebenfalls die Preise gesenkt werden. Die Kunden wollen Qualität und nicht nur billige Preise. Als Solheim das erkannt hatte, erhöhte er seine Preise und die Qualität seiner Produkte im Gegensatz zur Konkurrenz auch in schlechten Zeiten, was schließlich zum Erfolg seiner Qualitätsprodukte wurde.

Im Fersenbereich / Heel und im Schlägerkopf / Toe verstärkte er das Gewicht und in der Mitte des Schlägers entstand ein Sweetspot und somit wurde Golf "einfacher". Nach einem kurzen Intermezzo bei GE startete er 1959 Probeschläge mit seinem neuen Putter in seiner Küche. Die ersten Putter wurden von Solheim ohne Kosten an Profi Golfspieler verteilt, denn sie waren seine Testpersonen für die neue Erfindung. Schließlich lieh sich Solheim 1.100 Dollar von einer Bank und gründete sein eigenes Unternehmen. Seine neuen Putter gingen 1961 in Serienproduktion. In seiner Garage tüftelte Solheim nach wie vor weiter und fertigte die begehrten Putter.

Damit die neuen Solheim-Putter unter die Golfspieler kommen konnten, bat er bei Golf Turnieren immer weitere Profispieler, seine Putter zu testen. Dadurch entstand die Mundpropaganda, die nötig war. Auch die Siege Gloria Armstrongs und John Barnums bei der Profi-Tour belebten den Erfolg und ein Artikel in der Sports Illustrated machte die Solheim-Putter weithin bekannt.

1962 folgte ein Patent für das Heel-Toe Design. Nimmermüde entwickelte Solheim die Putter weiter, um schließlich 1966 einen neuen Putter vorzustellen - den Anser Putter. Der Name kam zustande durch Louise, die Gattin von Solheim, die eigentlich das Wort Answer vorgeschlagen hatte, was jedoch nicht auf den Schläger passte. Solheim entfernte pfiffig das W, um das Wort passend zu machen. Der Anser Putter brachte den Durchbruch für Solheim, so dass er auch seinen Job zum Geld verdienen, den er bis dahin noch ausgeübt hatte, verlassen konnte, um sich 100 Prozent der Putter Produktion zu widmen. 1967 gewann beim Phoenix Open der Pro Golfer Julius Boros die Association Tour mit einem Anser Putter und 1967 gründete Solheim die Karsten Manufacturing in Phoenix. Eine echte Erfolgsstory war begründet, die bis zum heutigen Tage fortgesetzt werden konnte.

Der bleibende Erfolg ist Solheims Vorliebe zu innovativem Vorgehen zu verdanken. Diese Leidenschaft setzte er auch im Geschäftlichen ein. Vorbildlich nahm er Mitarbeiter unter Vertrag, deren Talente sich ihm offenbart hatten. Die Einsätze im Unternehmen plante Solheim so, dass sie ihre vollen Fähigkeiten entfalten konnten. Das war der durchschlagende geschäftliche Erfolg für sein Unternehmen. Solheims Verkäufe stiegen auf eine halbe Million Dollar in kürzester Zeit an.

Solheim hatte schon während der Gründerzeit mit Eisen seine Versuche gemacht und konnte Ende der 60er Jahre Golfschläger auf Eisenbasis verbessern. Durch Wärmebehandlung wurden sie härter und resistent gegenüber Korrosion und konnten in Loft und Lie angepasst werden, was die Grundlage der Solheim Putter ist. Sie sind individuell anzupassen dank des "Ping Color Code Fitting Systems". Damit wurde es möglich, absolut individuell zu arbeiten und auch weitere Golfschläger exakt in ihrer Individualität nachzuliefern. Karsten I, II, III und IV Eisen eroberten den Markt, gefolgt von den Eyes Series Eisen. Die United States Golf Association begann, U-förmige Grooves bei Eisenköpfen zu erlauben und Solheim / Ping entwickelte unmittelbar daraufhin das Ping Eye 2 Eisen.

Eine schwierige Zeit für das Unternehmen Solheims stand bevor, da andere Golfartikelhersteller die Ideen und auch die Technologien von Ping übernahmen. Die Antwort von Ping waren weitere Neuerungen. ISI-Eisen, i3 Eisen in O-Size und Blade-Design, TiSI Driver brachte Solheim auf den Markt und setzte auf innovative Ideen im Marketingbereich. Heute schreibt das Unternehmen Ping eine vierzigjährige Geschichte und konnte sich durch bekannte Modelle Anser an die vorderste Stelle der führenden Hersteller von Putter setzen.

Ping Website: http://www.ping.com

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