Nike Golf

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Nike Golfschläger:

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Die Geschichte beginnt im Schlaf

Nike Golf ist untrennbar mit der Geschichte des Mutterkonzerns verbunden. Nike wurde im Jahre 1964 vom damaligen Leichtathletiktrainer Bill Bowerman gegründet. Der Amerikaner taufte sein neues Kind Blue Ribbon Sports. Bowerman war der festen Überzeugung, dass der Erfolg jedes Sportlers untrennbar mit seinem Material zusammenhängt. Diese These wurde zur Unternehmensphilosophie der neuen Firma und hat sich bis heute erhalten.

Bowerman tat sich mit Jeff Johnson und dem damaligen Studenten Phil Knight zusammen. Zu Beginn der 1970er Jahre erhielt die Firma langsam ihr heutiges Gesicht. 1971 suchten Bowerman und Knight nach einem Logo für das neue Unternehmen. Sie bezahlten der Graphikstudentin Carolyn Davidson 35 US-Dollar und erhielten im Gegenzug den weltberühmten Haken, der heute als Swoosh eines der berühmtesten Markenzeichen überhaupt ist.

1972 folgte die Umbenennung in Nike. Namenspatin war die gleichnamige griechische Siegesgöttin. Bis heute kursieren zwei Versionen, wie die Firma zu ihrer schicksalsträchtigen Bezeichnung gekommen ist. Johnson beansprucht für sich, von der griechischen Gottheit geträumt zu haben, was zur Änderung des Unternehmensnamens führte. Die andere Version meint, man habe sich an den ausgesprochen großen Erfolg des eigenen Sportschuhs mit diesem Namen angehängt.

Nike Golf: Aus dem Schatten zu einer Sparte
Nike stieg durch den großen Erfolg der eigenen Sportschuhe rasch zu einem riesigen Unternehmen auf. Die Firmenzentrale in Beaverton, Oregon durfte sich schon in den 80er Jahren darüber freuen, Adidas in den USA als Marktführer für den Sportartikelbedarf abgelöst zu haben. Aber in der Mitte des Jahrzehnts musste sich Nike neu aufstellen.

Die Jogging-Welle, die bis dahin jede Krise überdecken konnte, ebbte ab. Die Zentrale entschied, sich stattdessen in den Trendsportarten stärker zu engagieren. Nike begann Tennis- und Basketballartikel im großen Stil zu produzieren. Der Durchbruch der Aerobic-Welle ließ die Absatzzahlen der Firma wieder durch die Decke schießen.

Golf fristete in diesen Jahren noch ein Schattendasein. Zwar produzierte Nike erste Artikel für den damaligen „Gentlemen-Sport“, doch die Absatzzahlen waren in keiner Weise mit denen der anderen Sportarten vergleichbar. Eine gesonderte Sparte Nike Golf gab es noch nicht. Dies änderte sich erst in den 90er Jahren.

Der Zufall half bei der Geburt von Nike Golf. 1996 ging ein großer kanadischer Golfartikel-Hersteller bankrott. Dieser hatte viele Ausrüster-Verträge mit großen Golfklubs und verfügte eigentlich über eine hervorragende Infrastruktur. Nike ließ sich nicht lange bitten und griff zu.

Tiger Woods macht Nike Golf zur Zugmaschine
1998 war die Gründung der eigenständigen Sparte Nike Golf abgeschlossen. Genau wie in den anderen Sportarten, die Nike ausrüstete, suchte das Unternehmen Partnerschaften zu großen Sportlern, um einerseits mit ihnen zu werben und auf diese Weise den Absatz zu erhöhen, aber andererseits auch von ihrer Erfahrung zu profitieren. Im Golf erwies sich dieses Vorhaben als schwierig. Die besten Spieler der Zeit waren in der Regel gebunden. Nike Golf wählte daher den Weg der Zusammenarbeit mit Talenten.

Dabei gelang ein echter Glückstreffer. Im Jahre 2000 tat sich das Unternehmen mit dem noch nicht zu Weltruhm gekommenen Spieler Tiger Woods zusammen. Eine der fruchtbarsten Partnerschaften der Golf-Geschichte begann. Woods entpuppte sich bekanntlich als der beste Spieler seiner Generation und löste einen wahrhaften Golf-Boom in den USA aus. Insbesondere die Jugendlichen rissen Nike das Material, mit dem Tiger seine Erfolge feierte, geradezu aus den Händen.

Aber auch in der Entwicklung von neuen Schlägern leistete die Partnerschaft revolutionäres. Nike Golf konnte die Infrastruktur des Mutterkonzerns nutzen und wurde von Tiger Woods immer wieder angetrieben, das bestehende Material weiter zu verbessern. Nike Golf brachte neue Driver und Eisen auf den Markt und in den professionellen Sport, mit denen Woods bewies, dass auch im Golf die Materialentwicklung längst nicht am Ende ist. Die Belohnung: Nike Golf wurde zu einer der profitabelsten Sparten des Unternehmens. Längst hat man einen jährlichen Umsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar.

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